6. Organisation/Mitarbeiter
Die Organisationsplanung bezieht sich primär auf die Festlegung der Aufbau- und Ablauforganisation. Für kleine Unternehmen, die maximal 3 bis 4 Mitarbeiter beschäftigen, lohnt sich eine formale Organisationsstruktur wohl kaum. Hier sind flache Hierarchien und eine direkte Kommunikation wahrscheinlicher. Was die Einstellung von Mitarbeitern angeht, so sollten Sie sich über die verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten informieren und angeben, welche Art von Mitarbeitern Sie in den nächsten drei Jahren benötigen werden. Bei einer geplanten Beschäftigung von hochqualifizierten Mitarbeitern sind Qualifizierungs- und Bindungsstrategien zu berücksichtigen.
Welche betriebliche Organisationsform haben Sie gewählt?
Wer ist für was zuständig?
Wie können Sie ein sorgfältiges Controlling sicherstellen?
Wann bzw. in welchen zeitlichen Abständen wollen Sie wie viele Mitarbeiter einstellen?
Welche Qualifikationen sollen Ihre Mitarbeiter haben?
Welche Schulungsmaßnahmen sehen Sie für Ihre Mitarbeiter vor?
Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.
7. Rechtsform
An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen unsere Teilrubrik Rechtsformen im Überblick. Die Wahl einer Rechtsform lässt sich mitunter aus der Zusammensetzung der Führungsmannschaft und dem geplanten Einfluss der jeweiligen Mitglieder ableiten.
Für welche Rechtsform haben Sie sich entschieden und aus welchen Gründen?
Welche Gesellschafterstruktur planen Sie und wie verteilen Sie die Gesellschaftsanteile?
Berücksichtigt die Rechtsform die Interessen der Gesellschafter?
Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.
8. Chancen/Risiken
Innerhalb dieses Kapitels findet sich Platz für Worstcase- und Bestcase-Szenarien. Ihre Annahmen sind entsprechend mit recherchierten Zahlen und Fakten zu belegen. Zeigen Sie abschließend Lösungsansätze auf und begründen Sie wieso die Vorteile überwiegen.
Welches sind die drei größten Chancen, die die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens positiv beeinflussen könnten?
Welches sind die drei wichtigsten Probleme, die eine positive Entwicklung Ihres Unternehmens behindern könnten?
Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.
9. Kapitalbedarf
Im Rahmen dieses Kapitels ist ein Kapitalbedarfsplan anzufertigen, welcher veranschaulicht wie viel Eigen- und Fremdkapital Sie für welche Posten benötigen. Eine Kalkulation sollte eine entsprechende Reserve für unvorhergesehene Ausgaben berücksichtigen und mindestens über 6 Monate erfolgen. Die Rubrik Finanzierung zeigt Ihnen Möglichkeiten auf, diesen Bedarf zu decken und ein Gefühl für die verschiedenen Finanzierungsformen zu entwickeln.
Wie hoch ist der Gesamtkapitalbedarf…
…für Anschaffungen und Vorlaufkosten für Ihren Unternehmensstart?
…für eine Liquiditätsreserve während der Anlaufphase?
Liegen Ihnen Kostenvoranschläge vor, um Ihre Investitionsplanung zu belegen?
Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.
10. Finanzplan
Dem Finanzplan kommt eine besondere Bedeutung zu. Er ist sozusagen der zentrale Bestandteil des Businessplans, schließlich lesen potenzielle Investoren gerade diesen Abschnitt sehr sorgfältig. Grundlage hierfür ist die Angabe des Eigenkapitalanteils (also Kapital, welches Sie in das Unternehmen mit einbringen können) und des Fremdkapitalanteils (Finanzierung durch Fördermittel oder Bankkredite). Wesentliche Teilpläne der Finanzplanung sind die Liquiditätsplanung, die Ergebnisplanung und ggf. die Planbilanz.
Finanzierung: Wie hoch ist Ihr Eigenkapitalanteil? Wie hoch ist Ihr Fremdkapitalbedarf?
Welche Sicherheiten können Sie einsetzen? Welche Förderprogramme könnten für Sie in Frage kommen? Welche Beteiligungskapitalgeber könnten für Sie in Frage kommen?
Liquiditätsplan: Wie hoch schätzen Sie u.a. die monatlichen Einzahlungen aus Förderungen? Wie hoch schätzen Sie die monatlichen Kosten? Wie hoch schätzen Sie die Investitionskosten, verteilt auf die ersten 12 Monate? Wie hoch schätzen Sie den monatlichen Kapitaldienst (Tilgung, Zinszahlung)?
Ergebnisplanung: Wie hoch schätzen Sie den Umsatz/die Kosten/den Gewinn für die nächsten drei Jahre? (Nutzen Sie für Ihre Schätzungen Vergleichszahlen Ihrer Branche. Fragen Sie Ihre Kammer.)
Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.
11. Unterlagen
Ergänzen Sie Ihren Businessplan in einem letzten Schritt um aussagekräftige Unterlagen, technische Unterlagen, Gutachten und Ihren Lebenslauf.
Tabellarischer Lebenslauf
Gesellschaftsvertrag (Entwurf)
Pachtvertrag (Entwurf)
Kooperationsverträge (Entwurf)
Leasingvertrag (Entwurf)
Marktanalysen
Branchenkennzahlen
Gutachten
Schutzrechte
Übersicht der Sicherheiten
Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.
An dieser Stelle legen wir Ihnen unseren „Leitfaden Businessplan“ ans Herz.
Er kann kostenlos im Downloadbereich heruntergeladen werden.
Quellenangaben:
Infoletter Gründerzeiten Ausgabe 17 (2010): Gründungskonzept/Businessplan, Herausgeber: BMWi.
Volkmann, Christine K.; Tokarski, Kim Oliver (2006): Entrepreneurship, Aufl. 1, Stuttgart: Lucius & Lucius Verlag.
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